Christiane Grimm: Farbräume

 

Christiane Grimm, geboren 1957 in Stuttgart, studierte Architektur an der Universität ihrer Heimatstadt. 1982 Diplom.
Danach berufliche Tätigkeit als Architektin in Stuttgart, Heidelberg und Berlin.
Seit 1986 freischaffende Malerin.

Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland (Haus der Abgeordneten, Stuttgart, Mannheimer Kunstverein, Galerie Peerlings, Krefeld, Frauenzentrum e. V., Rüsselsheim, Kreiskulturwoche (Rhein-Neckar-Kreis), Galerie artec, Mannheim), der Schweiz (Galerie Nova, Pontresina, Museum Chasa Jaura, Vachava) und Frankreich (Maison de Heidelberg, Montpellier, Galerie aktuaryus, Straßbourg)


Farbräume



Farben werden zumeist primär elementarer Räumlichkeit zugeordnet: das Blau steht für die Weite des Himmels, Grün für die Vegetation, die Natur und, in der Kunst, die Landschaft. Rot für die Kraft des Feuers. Gelb für die Sonne, das Licht. Das Elementare dieser Räumlichkeit bedingt eine Weite, die nicht vermessbar ist, als ohne Anfang und Ende erscheint. Die Konstruktion insbesondere der Zentralperspektive hat die Weite der Räume begrenzt, sie in eine geistig beherrschbare Ebene gezwungen, abrufbar und einbindbar in ein malerisch-rationales System, das Sicherheit in der Unsicherheit bietet.

Christiane Grimmes Malerei verweigert sich dieser Sicherheit. Ihre Farbräume konstituieren sich aus den unterschiedlichen Tiefenwirkungen, die den Farben inhärent sind, werfen den Betrachter zurück auf sich selbst, auf eine Erfahrung, die vor dem Begreifen der Räumlichkeit datiert. Die nur in der Malerei mögliche und im Bild existierende Räumlichkeit konkretisiert die Farbe in der Tradition der Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Martin Stather


Eröffnung am Samstag, den 12. Januar 2002, 20 Uhr, im Anschluss an das Konzert "Wiener Abend", 18 Uhr, in Zusammenarbeit mit "Kunst und Kultur in der Scheuer"

Museumsscheuer des Heimatmuseums, Rathausstr. 47, Dossenheim
 
 


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