Melanie Schönig: Gebautes Licht

 

Porträt Melanie Schönig

Melanie Schönig wurde 1975 in Heidelberg geboren, wuchs in Eberbach auf und studierte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen mit dem Hauptfach Kunst. Es gab bereits vier Ausstellungen mit ihren Arbeiten in Eberbach. Nach dem Studium machte sie zunächst einmal eine neunmonatige künstlerische Pause. Danach hatte sie sich von der konservativen Lehre gelöst und gelangte erstaunlich sicher zu einem neuen persönlichen Stil.



Ihre mit dem Spachtel gearbeiteten Bilder, die durch das Dripping, das Aufträufeln von Farben und Lacken, belebt werden, haben einen informellen Charakter, sind also aus reiner Intuition entstanden. Dennoch fallen immer wieder charakteristische Merkmale ins Auge. Es sind die stets wiederkehrenden vertikalen und horizontalen Bewegungen des Spachtels, mit denen sie fast architektonisch die Farbflächen setzt und das Bild strukturiert. Sie "baut" quasi ihre Bilder, die in sich Räumlichkeiten bilden. Bei näherem Betrachten können wir diese ganz unterschiedlich wahrnehmen. Natürlich können auch Assoziationen geweckt werden, z. B. Sonnenaufgang, Wasserfall u. a., doch sind sie von der Künstlerin nicht beabsichtigt.

Sie arbeitet mit einer beschränkten Farbpalette von ca. drei Farben, wobei das Weiß, mehr Helligkeit als Farbe, eine große Rolle spielt. Melanie Schönigs Bilder lassen uns Farben als Räume wahrnehmen und zeigen uns, was Farbe eigentlich ist: Licht.






Die Ausstellung ist bis Ende Dezember 2001 während der Öffnungszeiten des Rathauses im Rathaussaal zu besuchen.

 



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