Agnes Auffinger: Zwischen den Welten

 


Agnes Auffinger geboren und aufgewachsen in München,
studierte Bildhauerei und Malerei an der Akademie München bei Elmar Dietz, Georg Brenninger, Heinrich Kirchner und Blasius Spreng,
lebte 20 Jahre im Allgäu, wo sie zahlreiche Spuren (Kunst am Bau) hinterlassen hat.
Aufgrund persönlicher Umstände nach Heidelberg gekommen; nach vielen Umzügen seit 1995 in Dossenheim heimisch geworden, wo sie sich sehr wohl fühlt, vor allem auch aufgrund der guten Nachbarschaft.


Durch ihr Leben zieht sich die Kunst wie ein roter Faden, ist mehr als Beruf, Profession, eine echte Leidenschaft. Das Verbissene, das die Künstlerin selbst bei ihrer Arbeit erlebt, sieht man den Bildern allerdings nicht an. Sie mögen auf den Betrachter befremdlich oder verstörend wirken. In technischer Hinsicht ist bei diesen neueren Arbeiten die Perfektion so weit fortgeschritten, daß sie fast wie mit leichter Hand dahingemalt erscheinen, ohne auf Gefälligkeit zu schielen.
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Bereits als Kind ist Agnes Auffinger mit Kunst aufgewachsen. Der Vater war Architekt und hat ihr Reproduktionen berühmter Meister geschenkt. Besonders beeindruckt haben siedie Bilder von Hieronymus Bosch und Pieter Breugel, die Wurzel für die phantastisch-surrealistische Gegenständlichkeit ihrer späteren eigenen Bilder. Weitere Einflüsse durch die italienischen Surrealisten wie de Chirico, auch Margitte und Miro. Alle Versuche, modernistisch - abstrakt zu malen scheiterten an der Verarmung, die sie in diesen Bildern fühlte.



Der Gestus des Erzählens zieht sich durch das Werk. In den surrealistischen Bildern sieht Agnes Auffinger sich als Märchenerzähler, wobei die Symbolik nicht niedlich, beschönigend, sondern verstörend, auf manche Betrachter auch bedrohlich und ängstigend wirkt. Natürlich läßt sich das alles tiefenpsycholgisch deuten, als Verarbeitung eigener Ängst, als biografisch begründbare Phantasien. Diese Deutung mag hilfreich sein für die Künstlerin selber, die ja in Ihrem Werk etwas von ihrem Innersten, Persönlichen offenbart. Sie erklärt aber nicht, welche Bedeutung diese Bilder für uns als Betrachter mit eigener Biographie und eigenem Erleben haben können und haben. Es sind verschlüsselte Botschaften, die sich einer eindimensionalen Deutung entziehen.



Titel


Die Arbeiten sind ab dem 8. April 2001 (Vernissage um 18.30 Uhr) in der Museumsscheuer des Heimatmuseums ausgestellt.






 


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